Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

Aktuelle Tagungsinformationen
   News and Updates

Anmeldung zur Tagung
   Registration
Hotelbuchung
   Hotel Registration
Grußwort
   Welcome address
Beteiligte Gesellschaften
   Societies involved
Eröffnung des Kongresses
   Opening Ceremony
Preise
   Awards
Wissenschaftliches Programm
   Scientific program
Posterpräsentationen
   Poster Presentation
Kurse
   Courses
Begleitende Veranstaltungen
   Collateral Events
Rahmenprogramm
   Social program
Jubiläumsparty
   Jubilee Party
DOG Information
   DOG Information
Allgemeine Informationen
   General Information
Autorenindex
   Index of Authors
Ausstellerliste
   Exhibitors
Sponsoren
   Sponsors
Teilnahmegebühren
   Registration fees
Impressum



DOG Homepage

Schielatypisches Fixationsverhalten bei Amblyopia e strabismo als Erstmanifestation einer Arachnoidalzyste

Krist D., Gusek-Schneider G. C.,
Friedrich-Alexander-Universität, Augenklinik (Erlangen)

Hintergrund: Arachnoidalzysten sind cerebrospinale Flüssigkeitsansammlungen innerhalb der Leptomeningen. Sie sind häufig congenitale Malformationen, welche in der Regel asymptomatisch bleiben. Eine Vergrößerung der Zysten kann jedoch akut neurologische wie ophthalmologische Veränderungen nach sich ziehen.
Patient: Ein 5jähriges Mädchen stellte sich aufgrund eines bisher therapierefraktären, seit dem 1.Lebensjahr manifesten Strabismus divergens dexter in unserer strabologischen Sprechstunde vor. Es bestand eine Visusminderung von 0,2 am rechten Auge bei voller Sehleistung links (Cyclo-RM: RA: + 2,0 sph LA: + 0,5 sph) und beidseits ophthalmologischen Normalbefund. Desweiteren war ein feinschlägiger latent linksschlägiger Rucknystagmus auffällig. Die Fixationsprüfung ergab darüber hinaus am rechten Auge einen Pendelnystagmus mit perifovealen Exkursionen sowie links eine unstet zentrale Fixation. Die uns vorliegenden Berichte externer pädiatrischer Untersuchungen mit Bildgebung zeigten keine Auffälligkeiten. Trotz intensivierter Okklusionstherapie und Fixationsschulung zeigte sich nach einem halben Jahr ein unverändertes Fixationsverhalten mit Visusabfall auf 1/7 Lesetafel in 1m, worauf wir den Patienten zum Ausschluß einer extraokulären Ursache nochmals an unsere neuropädiatrische Abteilung überwiesen.
Ergebnisse: Bei neuropädiatrisch ansonsten regelrechten Befund wurde aufgrund auffälliger VEP-Ableitungen ergänzend eine Kernspintomographie durchgeführt. Hier zeigte sich eine große Arachnoidalzyste links temporal ohne Hinweis auf Optikuskompression. Ein Kontroll-MRT aufgrund neu hinzugetretener Papillenatrophie mit korrespondierender Hemianopsie nach 2 Jahren ergab eine Zunahme der Raumforderung, weshalb eine operative Entlastung mittels cysto-peritonealen Shunt erfolgte. Die okulären Veränderungen zeigten sich daufhin regredient.
Schlussfolgerungen: Bei hochgradigen Amblyopien - assoziiert mit Strabismus sowie nicht schieltypischer Fixation - sind immer extraokuläre Anomalien unter Zuhilfenahme einer adäquaten bildgebenden Diagnostik auszuschließen. Mit Hinblick auf rasch wachsende cerebrale Prozesse muß bei Sistieren oder Minderung des Visus trotz Okklusionstherapie und Fixationsschulung ein initial unauffälliges Ergebnis gegebenenfalls in späteren Lebensalter durch wiederholte Abklärung bestätigt werden.

Zurück/Back