Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Prä- und postoperative Behandlung der kindlichen Katarakt

1Zubcov-Iwantscheff A. A., 1Lüchtenberg M., 1Rosenkranz C., 2Vanselow K., 3Ohrloff C.,
1Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, Klinik für Augenheilkunde, Kinderaugenheikunde und Strabologie (Frankfurt/Main)
2 (Frankfurt/Main)
3Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, Klinik für Augenheilkunde (Frankfurt/Main)

Die Bedeutung der kindlichen Katarakt liegt in ihrer irreversiblen amblyogenen Wirkung. Neben einer komplikationslosen Operation ist daher die frühe Diagnosestellung, der rechtzeitige Operationszeitpunkt und eine intensive postoperative Amblyopietherapie von aller größter Bedeutung für eine gute Visusprognose. Das Beobachtungsvermögen der Eltern, die gründliche Untersuchung des Kinderarztes und die spezielle Untersuchung beim Augenarzt spielen eine sehr wichtige Rolle in der frühen Diagnosestellung. Bei Kindern ab ca. 3 Jahren ist der Lea-Test für die Ferne und Nähe Hauptkriterium für die Operationsindikation - Visus unter 0,4 -; bei Kindern unter 3 Jahren wird die Indikation nach der Fähigkeit, direkte Ophthalmoskopie oder Skiaskopie durchzuführen, gestellt. Frühbeginn einer Linsentrübung, Unilateralität, Größe, Dichte der Trübung sowie Lage im hinteren Segment wirken sich negativ auf die Visusprognose aus. Ca. 10% der kindlichen Kataraktpatienten zeigen eine leichte bzw. mittelgradige Visusminderung und noch keine gestörte Binokularfunktion. Sie werden konservativ behandelt. Der Nachstar spielt eine sehr große Bedeutung im Kindesalter da er amblyogen wirkt und die Deprivationsamblyopie während der sensorischen Vulnerabilität die Entwicklung des Sehens unterbricht. Bis zum 20. Lebensmonat kann aufgrund des raschen Bulbuswachstums keine ideale IOL-Stärke berechnet werden. Diese Augen werden aphak belassen und mit einer Kontaktlinse (KL) versorgt, die der Brechkraftwerten des wachsenden Auges angepasst werden kann. Ab einem Alter von 20 Monaten bis 6 Jahre werden in der Regel IOL implantiert, eine altersabhängige Hyperopie-Unterkorrektur wird belassen. Der Akkommodationsverlust wird bis ca. 2,5 Jahre durch eine Überkorrektur ausgeglichen. Danach erfolgt lebenslang eine Vollkorrektur für die Ferne und eine Bifokalbrille für die Nahsicht. Postoperativ wird die Entwicklung der Refraktion engmaschig mittels Skiaskopie geprüft und entsprechend die nötige KL oder Bifokalbrille verschrieben. Die Okklusionsbehandlung ist altersabhängig und an den Grad der Amblyopie angepasst.

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