Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Einfluss von autologem Serum auf den postoperativen Epithelschluss nach perforierender Keratoplastik – Eine prospektive randomisierte Studie

1Seitz B., 1Ferreira de Souza R., 2Martus P.,
1Friedrich-Alexander-Universität, Augenklinik (Erlangen)
2Freie Universität Berlin, Klinikum Benjamin Franklin, Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (Berlin)

Hintergrund: Autologes Serum scheint sich günstig auf den Epithelschluß bei therapieresistenten Epitheldefekten auszuwirken. Um jedoch einen Wirksamkeitsnachweis zu führen, bedarf es einer randomisierten Studie. In der Praxis ist die Aussagekraft einer zufälligen Zuteilung von Augen mit Hornhautepitheldefekten aufgrund unterschiedlicher Grunderkrankungen und unterschiedlicher Schweregrade eingeschränkt. Aufgrund ihrer Häufigkeit und einheitlichen Genese wählten wir die Epitheldefekte nach perforierender Keratoplastik als Modell für die Beurteilung der epithelialisierungsfördernden Potenz des autologen Serums aus.
Patienten und Methoden: In diese prospektive randomisierte klinische Studie werden zunächst 100 Augen mit den Diagnosen Keratokonus bzw. Fuchssche Dystrophie aufgenommen, bei denen entweder eine reine Keratoplastik oder eine Triple Prozedur durchgeführt werden sollte. Am Tag vor der Operation werden die Patienten entsprechend einer Randomisierungstabelle entweder der Test-Gruppe oder der Kontrollgruppe zugeordnet. Am Morgen des ersten Tages nach der Keratoplastik wird die Größe und Lokalisation des Epitheldefektes an der Spaltlampe vermessen und photodokumentiert. Patienten der Test-gruppe erhalten neben Ofloxacin AS und Atropin AS autologe Serum Tropfen 5x/die, Patienten der Kontrollgruppe erhalten Dexpanthenol AG 5x/die (bisheriger Standard). Täglich wird biomikroskopisch die Größe und Lokalisation der Erosio corneae festgestellt und dokumentiert, bis es zum kompletten Epithelschluß gekommen ist. Zielgröße ist die Dauer bis zum stabilen Epithelschluß auf dem Transplantat. Als mögliche Einflußgrößen werden unter-sucht: Diagnose, Alter von Patient und Transplantat, Art und Dauer der Lagerung des Spendergewebes, Post-mortem Zeit.
Ergebnisse: Unser erster Eindruck aus einer Pilotstudie ist, daß autologe Serum Tropfen, den Epithelschluß nach Normalrisiko-Keratoplastik signifikant beschleunigen, insbesondere bei älteren Patienten mit Fuchsscher Dystrophie.
Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse in unserem Modell spricht für die proliferations- und migrationsförderne Wirkung des autologen Serums bei Hornhautepitheldefekten im allgemeinen. Rückschlüsse auf das wahre Potential bei therapieresistenten Epitheldefekten, wie etwa bei Limbusstammzellinsuffizienz, Neurodermitis oder primär chronischer Polyarthritis, sind allerdings nur bedingt möglich.

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