Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Fahrlicht am Tag - Erfahrungen und Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit

Rumar K.,
(Sturefors)

Die Idee, tagsüber mit Licht fahren (Daytime Running Lights, DRL), entstand aus dem Wunsch, die Sichtbarkeit der Fahrzeuge zu erhöhen. “Zu spät gesehen” ist nämlich eine der häufigsten Erklärungen für Unfälle. DRL wurde in den 60er Jahren in den USA untersucht und in einigen Fuhrparks (z.B. Greyhound) eingeführt. Die Erfahrungen waren gut, aber die Studien waren nicht gut konzipiert.
Ebenfalls in den 60er Jahren wurde die Idee in Schweden aufgenommen. Experimente mit zentraler und peripherer Wahrnehmung wurden durchgeführt und spezielle DLR-Leuchten für PKWs entwickelt und verkauft. In Verbindung mit dem Übergang von Links- auf Rechtsverkehr 1967 wurde DRL (Abblendlicht) für alle Motorfahrzeuge empfohlen. Gestützt auf Unfallanalysen entschloss sich das Nordische Straßensicherheits-Kommittee in den 70er Jahren die obligatorische Einführung zu empfehlen. Es wurde geschätzt, dass sich die Kollissionsunfälle bei Tageslicht um etwa 15% reduzieren ließen. Die Erfahrungen in den Skandinavien sind gut, und es gibt keinerlei Tendenzen, die DRL-Vorschrift wieder abzuschaffen.
1977 wurde DRL Vorschrift in Schweden und Finnland. Norwegen folgte 1985 und Dänemark 1989. In Kanada wurde beschlossen, dass ab 1989 alle Neufahrzeuge mit DRL ausgerüstet sein sollten. Viele Studien zum Einfluss von DRL auf die Unfallstatistiken wurden in verschiedenen Ländern durchgeführt. Alle zeigten eine Reduktion der Zusammenstöße bei Tageslicht in der Größenordnung um 10-15% durch DRL. Ungeschützte Straßenbenutzer (Fußgänger, Radfahrer, Motorradfahrer) scheinen von DRL mehr zu profitieren als Autofahrer. Die Erklärung dürfte ihre größere Abhängigkeit von der Wahrnehmung im peripheren Gesichtsfeld sein. Der günstige Effekt von DRL ist wahrscheinlich näher an den Polarregionen größer. Die Hauptgegenargumente sind erhöhter Treibstoffverbrauch und Umweltverschmutzung. Auch führen Motorradfahrer an, dass ihr Vorteil durch DRL verloren geht, wenn alle Fahrzeuge mit Licht fahren.
Zahlreiche technische Lösungen wurden ausprobiert. Die am weitesten verbreitete und einfachste ist immer noch normales oder abgeschwächtes Abblendlicht. Das Licht wird heute automatisch eingeschaltet. In den USA bieten einige Automarken durchweg DRL (z.B. GM). Heute haben viele andere Staaten eine mehr oder weniger allgemeine DRL-Vorschrift (z.B. Ungarn und Polen). Besondere DRL-Untersuchungen wurden in der EU durchgeführt, und eine DRL-Vorschrift wird gegenwärtig vorgeschlagen und als effektive Verkehrssicherheitsmaßnahme diskutiert. Die errechnete prozentuale Unfall-Reduktion schwankt von 10% für Mehrfachkollisionen bei Tag bis 25% für tödliche Folgen von Mehrfachkollisionen. Die rechnerische Nutzen/Kosten-Relation beträgt 1,8. Es wird geschätzt, dass sich in der EU jährlich 5500 tödliche Unfälle verhindern lassen!

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